Die BeziehungsDynamik

Bewusstseinsklarheit in und für die Beziehung

 

beziehungsdynamikWas soll ich tun bei Verlustangst, bei Bindungsangst? Was tun gegen Liebeskummer oder Eifersucht? Das sind die Fragen, die uns täglich gestellt werden. Hier geht es aber primär nicht um das Tun, sondern darum, sich der eigenen inneren Einstellungen, der Vorstellungen und Erkennungsmuster klar zu werden.

Der für uns wichtigste Aspekt in dieser Arbeit ist die absolute Bewusstseinsklarheit in und für die Beziehung für beide Partner.

 

 

Macht und Ohnmacht
Am Beginn einer Liebesbeziehung wirkt die Macht des Unbewussten als stärkste Kraft. Liebe entsteht natürlich nicht zufällig, wie viele glauben. In Wirklichkeit verfügen wir alle über ein inneres angelegtes Drehbuch unseres Lebens. Trotzdem phantasieren wir ein ideales Leben, in dem wir nicht mehr einsam und alleine auf uns selbst angewiesen sind. Der Inhalt dieser „Phantasie und Einbildung“ wird auch entscheidend davon bestimmt, welche Erfahrung wir schon in Beziehungen gemacht haben und wie wir mit den daraus resultierenden Ängsten umgehen konnten. Wie erlebten wir als Kind Macht und Ohnmacht, welche Bedürfnisse nach Nähe haben wir und welche Sicherheitszone brauchen wir?

Treffen wir einen Menschen, der zu dieser Phantasie und der Vorstellung nach passt, entsteht nun die sogenannte „Wirklichkeit“. Es ist eine gewünschte und damit vom Beobachter geschaffene Realität. Wir sind nun verliebt in ein Bild, das gewaltig anfängt zu wirken. Die direkte Begegnung des inneren Bildes mit dem äusseren Bild bringt aber oft sehr schnell, oder auch schleichend, die Unwahrheit des inneren Bildes ans Licht.

Genau diese Gesetzmässigkeit der Liebe müssen wir erkennen, um die Machtprozesse beherrschen zu können. Es geht also darum unsere eigenen unbewussten Vorgänge und Handlungen anzuschauen, um sie zu begreifen, weil wir ansonsten von der Macht des Unbewussten bestimmt werden. Deshalb geht es darum, immer zuerst das vermeintlich eigene innere Drehbuch auf Klarheit und Wahrheit zu hinterfragen. Hierzu werden wir auch durch unseren Partner gerade in der sexuellen Begegnung herausgefordert.

Die Machtprozesse beginnen schon am Anfang der Beziehung zunächst unbemerkt im Verborgenen zu wirken. Die „Vertragsverhandlungen“ der Liebe werden selten offen formuliert. Sie laufen total unbewusst ab. Aber unsichtbar sind diese Vereinbarungen nicht, denn sie wirken. Sie sind nur unverstanden, zu wenig beachtet. Sie werden auch oft sehr spät begonnen. Zum Beispiel erst dann, wenn einer der Partner in einer vermeintlichen Schwäche und Notlage ist und damit beim anderen unbewusst Schuldgefühle erzeugt.

Der scheinbar schwache und überforderte Partner kann somit nun den Liebesvertrag diktieren. Oft steht hinter seiner Hilflosigkeit ein unbewusster, aber trotzdem sehr berechnender Wesensanteil. Durch Schwäche zu herrschen ist eine beliebte Spielart vieler Menschen im Machtprozess der Liebe. Die beste Bühne dafür bietet die Sexualität.

In einem komplexen System der Körper-Geist-Wechselwirkungen liegen somit die Ursachen und Wirkungen meist auf verschiedenen Ebenen. Vermeintliche sexuelle Störungen sind nicht immer „Störungen“, sondern in Wirklichkeit nur Wegweiser zu den Ursachen.

Erwartungen, Hollywood-Vorstellungen und Verschmelzungssüchte in deiner Beziehung sind das grösste Problem! Wenn du dir eine innige Liebesbeziehung wünschst, musst du dich sehr wahrscheinlich von Überzeugungen lösen, die in unserer Gesellschaft weit verbreitet sind und als unanfechtbare Wahrheiten gelten.

Den oft verzerrten und unzeitgemässen Auffassungen von Intimität, übereinstimmender Kommunikation und Sexualität liegt immer dieselbe Art von Irrtum zugrunde: Nämlich, dass wir immer nur einen kleinen individuellen oberflächlichen Ausschnitt sehen. Die gängigen Vorstellungen von Intimität, Partnerschaft und Sexualität sind somit unvollständig.

„Wir glaubten, wir hätten Schwierigkeiten mit unserer Sexualität, deswegen kamen wir zu Euch. In der gemeinsamen Arbeit haben wir aber erkannt, dass die Ursache woanders lag und es dabei um wesentlich mehr geht“. (Kommentar eines Paares).


Differenzierungsprozesse
Die meisten Menschen gehen davon aus, Intimität hänge von der Anerkennung und Bestätigung durch den Partner ab. Sie sprechen dann von Harmonie, nur weil der Partner die gewünschte Reaktion liefert. Es geht aber weder um Abhängigkeit, noch um Fremdbestätigung durch den Partner, sondern um Selbstbestätigung.

Ein Partner ist kein guter Partner, wenn er einfach nett, lieb und nachgiebig ist. Jeder muss über die Fähigkeit verfügen zu spüren, was er selbst will. Er muss es wagen, sich dem anderen in seiner Weise zuzumuten, nachdem er sich sich selbst zugemutet hat. Erst das eröffnet die Möglichkeit, die Beziehung auch sexuell spannungsgeladen zu halten.

Wie kommst du also darauf, dass es gut ist keine Beziehungsprobleme zu haben? Entwickle doch einfach mal differenzierte Vorstellungen zum Thema Beziehung. Eifersucht, Verlustangst und Liebeskummer als Aufforderung zur Selbsterkenntnis.

In jeder Paarbeziehung geht es um die wirkliche Bewährungsprobe, die all-bekannte „Feuerprobe“. Es geht darum, gemeinsam echt zu werden. Erst wenn wir echt sind, sind wir beziehungsfähig. Das ist der wirkliche Sinn von Beziehungen. Die romantische Liebe ist eine privilegierte Form des Leidens. Der Hunger nach inniger Gemeinsamkeit – die Verschmelzungssehnsucht aus der unbewussten Angst, sich selbst nicht zu genügen und sich selbst zuzulassen, steht ständig im Kampf mit dem Streben nach Eigenständigkeit.

Liebe, Sexualität und Partnerschaft im neuen Bewusstsein stellen deine Identität und dein Selbstwertgefühl auf die Probe – das ist der Durchbruch in der Beziehung.

Er bringt uns die Erkenntnis, dass Beziehung, Sexualität und Intimität in einer Paarbeziehung als ein System funktionieren, das eigenen Regeln gehorcht; unbewussten Gesetzmässigkeiten, eingebunden in ein grösseres Ganzes. Persönliche Vorlieben und die Suche nach dem vermeintlichen Ideal interessieren dieses System überhaupt nicht.

 

Darum geht es uns

In unserer PaarberatungPaarsitzungSexualberatung geht es nicht nur um die Kommunikation miteinander, sondern auch mit dir selbst. Wir decken auf, reden Klartext, machen bewusst, animieren, provozieren und informieren über Unbekanntes zur direkten praktischen Umsetzung.

 

Bücher zum Thema
Zum Thema Beziehung erschienen von Ursula Maria Auktor zwei sehr empfehlenswerte Bücher:

 

Beziehungsdynamik - System Beziehung     Beziehungsdynamik - BeziehungsDynamit

 

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Die Persönlichkeit ist eine falsch verstandene Identität.