Raus aus der Glücksfalle

Hamsterrad Das Leid, die Verzweiflung, Depression und auch die Resignation gibt sich nicht als „Leid“ zu erkennen, sondern zeigt sich in der Form des „Glücklich-Sein-Wollens“.

Tagtäglich wird dieses Mangelbewusstsein genährt. Die Machtkompetenz liegt darin, jemanden zu erklären, dass er sich etwas schuldig bleibt. Dass er an Mangel leidet. Dass er zufriedener, glücklicher und erfolgreicher werden kann. Alle genialen Geschäftsmodelle arbeiten auf diesem Prinzip. Ständige Verbesserung und Optimierung bringen angeblich ständiges Wachstum auf allen Ebenen … im Grossen, wie im Kleinen. Täglich werden wir dann auch noch „erinnert“, dass wir doch irgendetwas tun, ansehen oder beitreten müssen, um an diese oder jene Erfolgsregel zu kommen.

Die Verlockung, in Scharen zu diesen Regeln und „Führungen“ zu stürmen macht aber für die Wirklichkeit blind. Eine gute Geschichte darf nicht durch die Wahrheit gestört werden.
Ständig soll uns angeblich etwas fehlen. Uns wird die persönliche „Dunkelheit“ angeboten, um dann zum Kerzenkauf zu animieren. Und vergesst ja nicht: „Es ist dunkel !!“

Natürlich gibt es Schritte da wieder „herauszukommen“, aber dafür musst du etwas tun: „dich optmieren“. Vergiss nicht: „Es könnte dir besser gehen. Die erfolgreichsten Menschen wenden diese Regeln und Konzepte an. Sie haben die Chance in einer anderen Qualität zu überleben. Warum tust du es nicht?“ Beim Schiffsuntergang sterben die Passagiere der Premiumklasse zufriedener als die Passagiere der 2.Klasse.

Überall muss und soll es Heil geben. So werden die normalen Sucher zu Süchtigen. Süchtig nach Glück, was immer das auch für jeden Einzelnen individuell heisst.

Aber gibt es einen allgemeinen Glücks-Masstab? Was bedeutet Erfolg, Glück und Zufriedenheit individuell für jeden einzelnen Menschen? Die Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen wird nicht berücksichtigt. Kann man ihn in Massen in seiner persönlichen Wirklichkeit reflektieren? Müsste man sich dann nicht mit jedem Einzelnen beschäftigen, um ihn in seiner individuellen Wirklichkeit zu reflektieren und ihn dort zu er-innern?

Die berühmte „Glücks-Softwear“ wird natürlich auch, genau wie die Mode, nach dem jeweiligen Zeitgeist immer wieder neu gestaltet. Die Drogen werden resistent und brauchen ständig Updates.

Macht es wirklich Sinn, die Lösungen im Aussen zu vermuten und zu suchen? Sind wir nicht selbst die „Rattenfänger“ in denen wir uns selber fangen wollen und haben sie nach aussen projiziert, damit wir ihnen nachlaufen?

Also sind wir selbst der Sucher, der Finder und der Gefundene. Gibt es jetzt noch ein Problem im Aussen. Wofür soll es noch Lösungen geben? Brauchen wir diese vielen Drogen?

Worin liegt nun also das individuelle Glück? Ist es wirklich dunkel? Brauchen wir wirklich Kerzen? Oder geht es nur um unsere Bereitschaft zur radikalen Selbsterkenntnis? Sind wir nicht doch vollkommen, so wie wir sind?

Die meisten Menschen halten das nicht für möglich … soooo einfach kann es doch nicht sein. Also lieber weiter im Hamsterrad der „Ich-Optimierung“? Macht müde …

PS: Mehr zu diesem Thema findest du auch in der Neuauflage des Bestsellers „Heilung braucht Wahrheit“ (inkl. Arbeitsteil). Hol dir gleich hier eine Leseprobe!

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Bildquellennachweis:

Menschen in Hamsterrad – https://de.123rf.com/mylightbox_detail.php?lid=3478928&start=200&mediapopup=14903342 – von tiero   https://de.123rf.com/profile_tiero

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