Die Illusion der Ich-Identität

Was sehe ich wirklich Es ist nicht so, dass der Mensch ein Bewusstsein hat, sondern sich in seiner Formhaftigkeit und Wesenheit innerhalb seines Bewusstseins befindet.

Die jeweiligen einzelnen Rollen des Menschen, wie z.B. Vater oder Mutter, sind Bestandteile innerhalb seines Bewusstseins. Somit ist die Wahrnehmung des Inhalts des individuellen Bewusstseins mehr als die Identifizierung mit dem Inhalt seines Bewusstseins.
Die jeweiligen Rollenidentitäten (zum Beispiel die Frau eines Fußballspielers oder der Vorstandsvorsitzende einer Firma) dienen also nur als Werkzeuge innerhalb des Prozesses der Selbsterkenntnis.

Die unbewusste Rollenidentität und damit Rollenrealität beschränkt den Menschen in seinem Bewusstsein auf diese einzelne Rolle, von der er in diesem Moment infiziert ist. So wird zum Beispiel aus der Rolle des Bettlers die volle Realität des Bettlers. Das Objekt wird zum Subjekt. Natürlich geben die jeweiligen Rollen über die Identifizierung eine gewisse, aber doch nur vermeintliche Sicherheit. Diese Rollensicherheit ist temporär und damit in keinster Weise eine Selbstsicherheit. Was geschieht, wenn der Vorstandsvorsitzende seine Funktion verliert? Funktionen können niemals wirkliche Sicherheiten bieten.

Selbstsicherheit ist eine Frage des Bewusstseins und geschieht nur auf dieser Ebene. Selbstsicherheit ist nicht rollen-bezogen. Selbstsicherheit geschieht automatisch durch die Wahrnehmung von Rollen. Deshalb ist es notwendig, sich der individuellen Rollen bewusst zu sein, und sie nicht unbewusst zur Ich-Realität werden zu lassen. Jede unbewusste Fixierung auf eine bestimmte Rolle schliesst weitere Möglichkeiten von Wahrnehmungen aus.

Das Universum besteht aus Möglichkeiten und Tatsachen. Der bewusste Mensch wählt aus diesen Möglichkeiten bestimmte Tatsachen zeitweise aus und füllt sie mit seinem Bewusstsein.

Der unbewusste Mensch lässt Tatsachen und Lebensumstände zur Realität werden und hält diese dann für seine Wirklichkeit, ist somit den individuellen Tatsachen ausgeliefert.

Damit ist klar, dass die einzige Sicherheit des Menschen in seiner Wahrnehmung besteht und nicht in der Identifizierung mit einer Rolle, etwas Bestimmtes und etwas Besonderes zu sein. Sie liegt damit also niemals im Aussen. Selbstsicherheit ist eine Frage der Wahrnehmung, also wie ich etwas wahrnehme. Denn jede Art von Suchmodus ist doch ein unbewusster Modus von Mangel.

 

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Bildquellennachweis:

Fragezeichen mit Pfeil und Mann – https://de.123rf.com/mylightbox_detail.php?lid=3478928&start=200&mediapopup=16924451 – von almagami   https://de.123rf.com/profile_almagami

 

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