Die Lösung ist immer vor dem Problem da

Selbsterkenntnis BlogDie Lösungssuche ist der eigentliche Problemumstand. Versucht das nicht zu verstehen, denn es wird eurem Verstand überhaupt nicht gefallen. Erst letzte Woche wurde ein Workshop-Teilnehmer aber richtig wütend und aufgebracht, weil er das nicht glauben und hören wollte.

Er nannte mir ein momentanes Hauptproblem, aus dem viele andere hervorgingen. Er wollte dafür nachvollziehbare Lösungen, weil ihm die Geschehnisse natürlich nicht passten. Sie waren ein absolutes ‚No-Go‘. Er war emotional sehr aufgeladen und mit den Problemen voll identifiziert und fühlte sich deshalb von mir nicht richtig wahrgenommen. Nicht das, was geschieht stellt das Problem dar, nicht der äussere Umstand, sondern der Widerstand gegen das, was geschieht, schafft das sogenannte emotionale Leiden bis hin zum Psychodrama. Man steckt dann wie in einer tiefen Trance, einer Selbsthypnose. Es ist nie die Situation, der momentane Umstand (er ist immer nur temporär), sondern die Benennung und damit der begriffliche Bezugsrahmen, der hier herrscht über die momentane Situation. Es ist immer die Etikettierung, die über das herrscht und das bestimmt, was du im Leben erfährst.

Du erfährst immer nur das, was du glaubst. So wie du die Situation über die Bewertung erschaffst. Bewertung und Wertesysteme schaffen Massstäbe und damit individuelle Einstellungen. Die Frage ist nur, nach welchen Massstäben arbeitet unser innerer Richter. Somit ist alles, was und wie du im Aussen für dich als wahr annimmst, nichts anderes als eine von deinem „Beobachter geschaffene Realität“.

Es ist deine Welt, nur deine, andere sehen sie meist ganz anders. Probleme und Widerstände gewinnen an Kraft und Substanz je stärker sie abgelehnt werden. Je stärker die Ablehnung, desto heftiger die Lösungssuche. Das Leben will aber erlebt werden, nicht erdacht.

Lösungen heissen hier Los-Lösungen von blockierenden Begrifflichkeiten und starren Vorstellungen, wie etwas sein sollte. Das würde den „informierenden“ Emotionen nun Raum geben. Wir kommen nicht an die wirklichen Aspekte, die in den Geschehnissen und Umständen verborgen liegen, wenn wir sie weiterhin durch Bewertungen unterdrücken. Erst wenn wir bereit sind, durch die emotionalen Dramen hindurchzugehen, öffnen sich vollkommen neue Perspektiven und damit total neue Möglichkeiten die Welt zu erleben. Loslassen heisst somit Zulassen.

Ich bin es gewohnt, dass mir bei diesen Hinweisen immer einige voller Wut an die Gurgel gehen wollen. Es ist aber doch ihre eigene Wut auf sich selbst, sich so festgefahren und begrenzt zu haben und nun aus diesem selbst geschaffenen Gefängnis heraus wollen.

An diesem Punkt erfordert es die Bereitschaft zum Hinterfragen und zur Demontage von Einstellungen und Sichtweisen durch konkretes Hinschauen, wie es wirklich ist.

Alles was geschehen soll, geschieht, du kannst dich noch so clever oder blöd anstellen. Alles ist so, wie es ist, genauso wie es sein soll. Warum? Ganz einfach, sonst wäre es anders.

Wow … und schon wieder ballen sich bei einigen die Fäuste. Nur Mut!!
Dafür schreibe ich das ja. Loslassen heisst Zulassen. Lass es los – lass es raus …

Liebe Grüsse von Klaus

 

PS: Mehr zu diesem Thema findest du auch in der Neuauflage des Bestsellers „Heilung braucht Wahrheit“ (mit Arbeitsteil). Hol dir gleich hier eine Leseprobe!

 

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Bildquellennachweis:

Ein generischer Befragung Person. Fragezeichen im Kopf. 3D gerendert Illustration. – https://de.123rf.com/mylightbox_detail.php?lid=3478928&start=200&mediapopup=11869017 – von spectral   https://de.123rf.com/profile_spectral

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