Liebesbedürftig oder liebesfähig? – Eine Machtfrage

Was sehe ich wirklich Na? – Auch einst im Himmel romantischer Liebe geschwebt und jetzt in der Hölle von Enttäuschung, Machtkampf und emotionaler Abhängigkeit aufgewacht? Keine Sorge, das ist völlig normal. Schliesslich scheitern die meisten Partnerschaften vor allem an Machtproblemen.

Der Machtkampf fängt meist schon früh und ganz unbemerkt an und äussert sich nicht unbedingt in lautstarken Auseinandersetzungen. Viel öfter läuft er über psychologischen Druck, und das auch noch lange unbemerkt. Jeder versucht den anderen dazu zu bringen, doch auf die eigenen persönlichen Vorstellungen und Vorlieben einzugehen. Am besten mit leisen Beeinflussungen, die unbewusst bleiben und daher eine umso stärkere Wirkung erzielen. Bald lenken immer komplexer werdende Strukturen im Hintergrund die gesamte Paarbeziehung. Und keinem der beiden sind sie bewusst. Weil uns die Aussicht auf Annahme und Liebe eben blind macht.

Du willst eigentlich gar nicht kämpfen? – Vergiss es! Der unendliche Kampf zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen ist Fakt. Also mach dich lieber endlich mit den Regeln vertraut. Eine der wichtigsten Regeln lautet: Der Liebesbedürftigere ist der Abhängigere. Derjenige, der mehr nach emotionaler Verschmelzung lechzt und nach innigster Nähe strebt, ist der Ohnmächtige. Er hat den Kampf verloren und gibt dem Partner die Macht über sich selbst. Wird Gefangener seines unbewussten Einflusses.

Wer da noch die Liebe retten will, muss sich schleunigst dieser Machtprozesse bewusst werden. Sie sind die unromantische, dunkle Seite der Liebe, die nicht ausgeblendet und auch nicht als „böse” in den Untergrund verdrängt werden will. Bleibt nur noch, die Macht in allen ihren Aspekten – auch den zerstörerischen – kennenzulernen und sie auf gesunde Weise zu gebrauchen. Nur so können wir unsere eigenen Interessen konstruktiv in die Beziehung einbringen und die Interessen des anderen zulassen.

„Ich bin ich und du bist du.“
– das ist die Formel raus aus der Abhängigkeit hin zur Liebesfähigkeit. Es bedeutet, im nahen emotionalen und körperlichen Kontakt zum anderen ein stabiles Gefühl des eigenen Wertes zu bewahren. Ihm nahe zu sein, ohne von ihm vereinnahmt zu werden. Wer aber zwischen dem Ich und dem Du differenzieren will, muss zunächst eine Beziehung zu sich selbst aufbauen. Daraus entsteht erst die einzige wahre Macht: die Macht über uns selbst. Und diese dürfen und müssen wir sogar gebrauchen. Die eigene Macht zu unterdrücken ist nämlich auch eine Form von Machtmissbrauch. Vielleicht sogar die erste und grundlegende. Gesunde Machtausübung hingegen ist nichts Anderes als der Gebrauch der persönlichen Lebenskraft. Sie entsteht aus einem radikalen Selbstvertrauen, ohne Wenn und Aber.

PS: Passend zum Thema: Das Buch „Zeig mir wer du bist!“ von Ursula Maria Auktor.
Eine kostenlose Leseprobe findest du HIER.

 

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Bildquellennachweis:

Paar streiten – https://de.123rf.com/lizenzfreie-bilder/10852407.html?&sti=o7inf0x0rvj0j2l3n2|&mediapopup=10852407 – von auremar  https://de.123rf.com/profile_auremar

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