Neu –> Freiwillig Angstfrei und Ziellos?

angstfrei und ziellosDeine Wirklichkeit wird bestimmt durch deine individuelle Interpretation dessen, was geschieht.

Über deine Ich-Reflektion – bezogen auf äussere Objekte und Umstände – schaffst du deine eigene Realität. Diese selbstgeschaffene Realität übernimmt jetzt die Gestaltung deiner Identität.

Diesen „Ich-Bezug“ nennen wir Objektbezug. Er wird stets durch Objekte ausserhalb des inneren Selbst beeinflusst. Dazu gehören Situationen, Umstände, Menschen und Dinge. Unser ganzes Denken, Verhalten und Hinwenden richtet sich stets auf die Erwartung einer Reaktion aus.

Alle Erwartungen auf äussere Reaktionen beruhen auf Angst und Mangel. Deshalb entwickeln sie ein sehr starkes Bedürfnis zu kontrollieren und streben nach äusserer Macht. Das ist dir bekannt, aber du hast es „vergessen“ oder willst es nicht wissen.

Dein Ego ist jedoch nicht das Subjekt, was du wirklich bist. Es ist ein Selbstbild, eine geschaffene Maske. Eine Rolle, die du dir zugelegt hast. Dieses Ego gibt es nicht wirklich, sondern es besteht aus einem Konglomerat von selbstgeschaffenen Schaltkreisen im Gehirn, denen du unbewusst Macht verleihst und ihnen folgst. Ein tägliches Navigationssystem, was dich unbewusst durch den Alltag führt.

Glaubst du nun an einen unbewussten, aber freien Willen?

Der Objektbezug, auf der Basis der äusseren Reflektion, entwickelt im neurobiologischen System – über abgespeicherte Informationen und entwickelte Einstellungen – Emotionen und Gefühle. Die Bilder der uns umgebenden Objekte und Ereignisse, zusammen mit unserem „begrifflichen Bezugsrahmen“ (das ist das System, was durch Worte, Begriffe und deren Bedeutung Sinn und Bezug verschafft), bilden somit das Grundgefüge unseres sogenannten „Geistes“. Die unaufhörliche Tonfolge dieses Geistes, das ununterbrochene „Hintergrundrauschen“, das ewige „Geplapper“ macht uns eben himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt.

An diesem Punkt setze ich eine starke provokative These:
Selbst-Beobachtung schafft automatisch Ich-Selbst-Regulation.

Das heisst: Du bist durchaus in der Lage, durch die Art und Weise deiner Wahrnehmung, eine andere Realität zu gestalten. Die moderne Gehirnforschung und die Neurobiologie zeigen eindeutig die Möglichkeit auf.

Also ist es eine Frage der Entscheidung, das bisher Unmögliche für möglich zu halten und eine eigene individuelle Erfahrung zu machen und nicht mehr ungeprüften Aspekten äusserer Ideologien und Massstäbe blind zu folgen.

Nun kommen die „Sicherheitsexperten“ (auch eine der Hauptrollen deines Egos) und schlagen Alarm. Das heisst ja dann, du würdest freiwillig deine Kontrolle aufgeben, wo du doch nichts mehr fürchtest, als sie zu verlieren.

Wie lange und intensiv, warst du bisher damit beschäftigt sie aufzubauen.

Du hast sogar zum Teil versucht die sogenannte Spiritualität zu benutzen, um dich selbst zu be … ok, ich sage hier … zu belügen. Ich-Optimierung um jeden Preis und ohne Bedenken.

Es geht aber nun nicht mehr darum, weiter die Freiheit für das Ich anzustreben, sondern die Freiheit vom Ich durch bewusste und bewertungsfreie Wahrnehmung einzuleiten. Ja … du hast richtig gelesen … „bewertungsfrei“.

Achte nun mal darauf, wie dein Ego auf dieses Wort reagiert. Im besten Fall vielleicht mit der Frage: „Wie soll das gehen?“

Die Enthüllungen der Neurobiologie zeigen uns die chemischen und neuronalen Kanäle auf, die deine reflektierten Signale ins Gehirn transportieren und auch die komplexen Zusammenhänge zu deiner individuellen „Leinwand“ führen. Das bisherige Geheimnis unserer Gefühle hat damit sein Geheimnis eingebüsst. Die Neurobiologie der Gefühle und Emotionen ist entscheidend für unsere Auffassung und unser Verständnis dessen, was wir sind.

Wie wäre es also, wenn du die Entscheidung triffst, dich nicht mehr durch dein „Ich-tue“ und „Ich-kann“, „Ich-erreiche“ und „Ich-besitze“ zu definieren, sondern durch die Qualität einer wertungsfreien Wahrnehmung.

Vom Ich-Optimierungs-Management zum Ich-SELBST-Management.

Dass sich dabei automatisch etwas reguliert und ändert, ist für deinen denkenden Verstand nicht nachvollziehbar. Es geschieht einfach. Wenn du aber glaubst, dass das so einfach nicht geht, wird es nicht gehen. Denn durch den Glauben, dass es nicht geht, schaffst du die Erwartung, dass es nicht geht. Damit ist das Programm der Nichterfüllung aktiv.

Ich erforsche seit 20 Jahren intensiv und mit all meiner Leidenschaft das menschliche Bewusstsein auf der Basis der Neurobiologie, der psycho-neuronalen Disposition, der Quantenphysik und Quantenpsychologie sowie der Epigenetik. Vieles war zu Beginn noch relativ unbekannt und selbst heute ist sehr vieles – auch für die klassische Wissenschaft – immer noch sehr revolutionär.

Ich bin in den vielen Jahren in dieser Arbeit mit Menschen zu der Einsicht gekommen, dass diese Erkenntnisse praktikabel für den täglichen Alltag absolut möglich und unmittelbar einsetzbar sind.

Spiritualität, Quantenbewusstsein und Sensitivität muss im Täglichen praktikabel sein! Sonst ist es Bullshit!“

In der Neuauflage meines Buches „Heilung braucht Wahrheit“ gehe ich im neuen, zusätzlichen Arbeitsteil genau darauf intensiver ein.

Er dient auch zur Klarheit und Erkenntnis, dass „ich-loses“, „zeit-loses“ und „ziel-loses“ Wahrnehmen dessen was ist, nicht als Webinar, Videofolge, digital geführte Meditationen, mentale und wissenschaftliche Erklärungen und Darstellungen von Neurobiologie und ihrer Entwicklung im Warenkorb unzähliger Anbieter eingekauft werden kann. Es geht ja nicht mehr darum, etwas zu erlangen. Selbst-Erforschung geht anders.

Alles klar? Alles Clarius!

Klaus

 

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Bildquellennachweis:

Lustiges Portrait eines prallen Kerles, der ein Selfie aufnimmt – https://de.123rf.com/photo_55095710_lustiges-portrait-einer-prall-kerl-der-eine-selfie-nehmen.html – von Konrad Bak  –  https://de.123rf.com/profile_konradbak

 

 

 

3 Kommentare

  1. Zitat oben:“Über deine Ich-Reflektion – bezogen auf äussere Objekte und Umstände – schaffst du deine eigene Realität. Diese selbst geschaffene Realität übernimmt jetzt die Gestaltung deiner Identität.“
    Für mich höre ich: Über deine Ich-Reflektion – bezogen auf äussere Objekte und Umstände – schaffst du deine eigene Wirklichkeit. Diese selbst geschaffene Wirklichkeit übernimmt jetzt die Gestaltung.
    Die Frage ist: Gestaltet jetzt diese Wirklichkeit meine Identität? Das geht nicht auf, ähnlich der Frage was zuerst da war „Huhn oder Ei“ Identität bildet sich von Moment zu Moment angefangen mit verschmelzen von Ei und Samen.
    Warum dieser Pedantismus? Man könnte das auch achtsamkeit nennen.
    Die Auswirkung ist, Zitat oben:”Du bist durchaus in der Lage, durch die Art und Weise deiner Wahrnehmung, eine andere Realität zu gestalten.”
    Für mich heisst das eher: “Du bist durchaus in der Lage, durch die Art und Weise deiner Wahrnehmung, eine andere Wirklichkeit zu gestalten.
    Der Schöpferische Akt braucht, wie es Hans Peter Dürr mit einem lächeln beschreibt, dass was er “Wirks” nennt. Diese “Wirks” die in uns wirken zu beobachten, ist wohl das was wir wirklich tun können.
    Danke für den Newsletter

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  2. Hallo zusammen,

    ich habe jetzt alle drei Bücher von dir/ euch gelesen und bin begeistert !!

    Mir persönlich leuchtet das völlig ein und ich bin gespannt auf die Selbst Regulation 😉

    Vielen Dank für die tollen Erkenntnisse und den Weg für die Heilung vom ich !!

    Macht weiter so !

    Antworten
  3. ohne die Klärung des emotionalen Speichers in uns passiert garnichts. Da läuft alles weiter auf Autopilot. Dazu bedürfte es des neutralen Beobachters. Das Leben ist aber „Emotion“ – Bewegung. Bewegen mich meine Emotionen oder bewege ich mich durch Emotionen? Klarheit ist da angesagt!

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