Die effektivste und einfachste Übung überhaupt!

effektive Uebung ueberhauptWie steht es mit deiner Konzentrationsfähigkeit? Ist sie bei dir auch „verkümmert“ wie so einige Studien behaupten? Was steckt dahinter? Weshalb soll sie „verkümmert“ sein?

Ausgerechnet in unserem digitalen Zeitalter, in dem Informationsbeschaffungs- und Mitteilungs-Möglichkeiten an Angeboten nichts zu wünschen übrig lassen, soll uns die Fähigkeit des „sich konzentrieren können“ fehlen? Oder ist gerade diese Fülle der Möglichkeiten der Hauptgrund für Konzentrationsschwäche?

Damit wir jetzt auch beide vom gleichen sprechen, hier die Erklärung, was Konzentrationsfähigkeit überhaupt bedeutet: Es ist die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit sehr intensiv auf eine Sache zu richten. (Quelle: Google)

Den erwähnten neurologischen Studien zufolge schaffen es die meisten Menschen heute kaum noch, ihre Aufmerksamkeit länger als 6-8 Sekunden auf ein Ding, eine Sache zu halten. Das bedeutet, dass der Fokus in der Minute alle 6-8 Sekunden abschweift. Wie sieht das bei dir aus? Für mich jedenfalls war bis vor kurzem ein ähnliches Ergebnis erschreckende Tatsache.

Daran hätte ich eigentlich nichts auszusetzen gehabt, wenn es mir gleichzeitig gelungen wäre, die Fähigkeit des Multitasking proportional zu entwickeln. Doch wie bei Milliarden anderer, die sich Konzentrationsmangel einbilden, war die Multitasking-Strategie nur von sehr oberflächlichen und qualitativ kaum nennenswerten Erfolgen gekrönt. Hier wiederum wirkten die Studienergebnisse zum Thema Multitasking schon fast beruhigend, denn sie legten dar, dass das Gehirn nur bei seriellen Aufgaben wirklich effizient arbeitet.

Da landete ich also wieder bei meinem Glauben, an Konzentrationsmangel zu leiden und musste feststellen, dass auch dieser Mangel, wie jeder andere auch, einen grossen Wirtschaftszweig ernährt. Es gibt Medikamente, Schulen, Bücher, Blogs und Menschen die alle DAS Training anbieten, das eine mangelnde Konzentrationsfähigkeit fördern und verbessern soll. Mögliche Slogans lauten: „Willst du endlich erfolgreich sein und im Job Top Leistungen erbringen?“

Wie kommt es aber, dass trotz dieser tollen Angebote, Konzentration immer noch als Fähigkeit angegeben wird? Also als etwas eher Aussergewöhnliches? Haben wir nur noch nicht die richtige Technik gefunden? Oder liegt es etwa doch am unausgereiften Equipment, das wir Hirn nennen? Lass dir gesagt sein, an Letzterem liegt es im „Normalfall“ nicht. Deshalb lass es uns auf den Punkt bringen, indem wir wieder einmal ehrlich zu uns selbst sind.

Damit meine ich: Ein Konzentrationsmangel ist nichts anderes, als eine vorgeschobene Ausrede. Ein Alibi, um vor uns selbst und anderen, eine sinkende Leistungskurve zu rechtfertigen. Falls dich diese Aussage gerade ärgert, habe ich voll ins Schwarze getroffen. Wobei hier nicht von tatsächlich vorliegenden Krankheitsfällen, wie neurologischen oder sonstigen Wirkungen die Rede ist.

Was ich meine ist, dass wir uns ehrliche Aussagen verkneifen wie:
„Ich habe keine Lust … Ich bin überfordert … Ich wäre jetzt lieber woanders … Ich würde jetzt lieber etwas anderes tun, weil ich Angst habe, bei dieser Aufgabe zu versagen …“ u.s.w.

Jetzt mal ehrlich … Leidest du unter demselben vorgeschobenen Konzentrationsmangel, wenn du deine Lieblingssendung im Fernsehen siehst oder mit deinem Liebsten/deiner Liebsten zusammen bist? Hast du Schwierigkeiten deine Aufmerksamkeit länger als 6 Sekunden aufrecht zu erhalten, wenn du deinem Hobby frönst oder etwas möglichst schnell hinter dich bringen willst? Wohl kaum oder?

Woran liegt das? Es liegt an deiner Begeisterung, die du in diesen Momenten fühlst. Diese Begeisterung lässt dich die Zeit vergessen, gibt Energie statt auszupowern und bringt kreative Ideen hervor. Diese Momente werden auch Flow genannt oder mit Enthusiasmus erklärt.

Schade, dass es Aufgaben und Tätigkeiten gibt, die uns wenig oder gar nicht begeistern. Sie sind jedoch notwendig, damit wir das jeweilige Gegenteil unserer Vorlieben erfahren können.

Das Nächstbeste nach der Begeisterung, ist die Bereitschaft etwas zu tun. Etwas mit Bereitschaft zu erledigen bedeutet, dass Akzeptanz in die Tätigkeit einfliesst. Die Akzeptanz, dass etwas erledigt werden muss. Weil damit der Widerstand erheblich minimiert wird, können auch schädliche Stresshormone bleiben wo sie sind. Dieser Weg ist also nicht nur einfacher, sondern auch gesünder.

Doch zurück zum Thema Konzentrationsfähigkeit …
Selbstverständlich helfen Übungen, Meditationen oder sonstige Trainings, damit die Aufmerksamkeit nicht alle 6 Sekunden abschweift. Doch leider werden solche Massnahmen nur langfristig angewendet, wenn die Grund-Bereitschaft da ist, sich auf sich selbst einzulassen.

Mögliche Wirkungen die entstehen können, wenn du dich auf dich einlässt und auf dich konzentrierst:

  • Eine Bereitschaft kann in Begeisterung wechseln.
  • Reflexe, die unsere Aufmerksamkeit immer wieder auf andere Objekte ziehen, flachen ab.
  • Aufgehobene Fluchtreflexe stärken das Selbst-Bewusstsein und fördern das Selbst-Vertrauen.
  • Durch regelmässige Konzentrationsübungen entstehen neue neuronale Strassen und bestehende Verknüpfungen werden ausgebaut und gefestigt.
  • Das meist unbewusste, aber nicht weniger ausgeprägte Suchtverhalten, sich ablenken zu müssen, wird unterbrochen, damit bewusst gemacht, womit es abgelegt werden kann.
  • Konzentrationsfähigkeit führt zu frischer Leistungsfähigkeit.
  • Nur so kann Selbstbeobachtung angewandt und automatisch zu Selbstkorrektur führen.

Effektivste und einfachste Übung überhaupt!
Halt Stopp!
Ja tatsächlich, genau das ist die Übung! Ein „Halt Stopp“ mit ein paar bewussten, tiefen Atemzügen! Das erfrischt nicht nur, weil es dich bewusst in deinen Körper zurück knallt, es ermöglicht auch einen ordentlichen Schubs Klarheit für weitere Tätigkeiten, Empfindungen.

So einfach die Übung aussieht – so effektiv ist sie! Doch wie bei allem, braucht es auch hier deine Bereitschaft, dich aus der Trance des Alltags, der Verzückung des süchtigen Rauschzustandes, der Ablenkungen von dir selbst, heraus zu holen und dich „auszuhalten“.

Bei mir war es damals der kalkulierbare Mindestaufwand von maximal 2 Minuten, die diese Übung in Anspruch nimmt. Ausserdem hatte ich damit die Freiheit ein „Halt Stopp!“ x-mal am Tag einzusetzen. Das überzeugte mich schliesslich, überhaupt damit anzufangen. Eine stundenlange Konzentrationsübung hätte ich damals nie „ausgehalten“…

Aussichten
Falls dir mit diesem Beitrag ein paar weitere „Flucht-vor-dir-selbst-Alibis“ hopsgegangen sind, kannst du dich freuen. Ein paar Selbstlügen weniger, die dich vom „Leben leben“ abhalten.

Was Ballast abwerfen und die Fähigkeit der Konzentration wirklich bedeuten, erkannte ich allerdings erst auf Bali. Im Bali Workshop lernte ich kürzester Zeit, welche Lebensqualitäten sich durch das fokussieren auf ein Ding / eine Aufgabe nach der anderen, entwickeln kann. Sicher half, dass ich mich erstens fernab meiner gewohnten Ablenkungsstrategien befand, zweitens war die Energiekonzentration auf Bali und im Hotel-Resort schlichtweg überwältigend.

Ausserdem, wenn du regelmässig unsere Blogs liest oder bereits die Bücher von Ursula und Klaus gelesen hast, weisst du, dass DEIN Leben schlussendlich IMMER nur bei DIR selbst „aufschlägt“. Deine Anstrengungen, dich von dir abzulenken, dienen also nur dazu, immer wieder zu dir zurück zu kehren.

 

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Bildquellennachweis:

Frau mit Laptop im Kopfstand – https://de.123rf.com/mylightbox_detail.php?lid=3478928&start=100&mediapopup=8036433 – von Sergey Novikov   https://de.123rf.com/profile_serrnovik

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