Der selbsterfüllende Wunschzettel

Weihnachtsgeschenke 2018

Was wünsche ich mir als Mann? Was wünsche ich mir als Frau? Das sind die relevanten Fragen. Nicht „Was wünsche ich mir von meiner Frau?“ oder „Was wünsche ich mir von meinem Mann?“

Wie ihr euch bestimmt denken könnt, geht es mir nicht um äussere Wünsche, auch wenn Weihnachten vor der Türe steht. Es geht hier um die geschlechtsspezifischen individuellen Bedürfnisse von dir als Mann und von dir als Frau, völlig losgelöst vom Partner.

 

Könnt ihr ehrlich und offen darüber kommunizieren?
Kennt ihr sie überhaupt?
Habt ihr euch das schon einmal gefragt?

Mit und in einer Partnerschaft streben die meisten unbewusst eine Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit an. Was tue ich dann? Ich suche mir einen Partner, der mir die Eigenschaften vermittelt, die ich glaube nicht zu haben.

Der Glaube, dass mir gewisse Aspekte fehlen, kommt daher, dass ich unbewusst diese Anteile an mir bewerte. Aber wenn ich diese Anteile in mir bewerte, kann ich sie doch nicht beim Partner auf einmal mögen und gut heissen? Doch genau das passiert.

Der Partner dient zur Selbstreflektion. Das wäre schön, wenn ich es so sehen könnte. Aber zuerst gehe ich mit dem Partner in den Clinch, diskutiere, stelle Forderungen und will mein Recht und damit Macht haben.

Ja, was mache ich denn da mit mir und meinem Partner? Solche Partnerschaften sind konfliktgeladen und können je nach Emotionalität dramatisch, bis selbstzerstörerisch sein. Trennung bringt nichts, denn ich nehme diese Einstellung mit. Beim nächsten Partner stellt es sich vielleicht ein wenig verändert dar, aber es ist und bleibt das gleiche Prinzip, in einer anderen Verkleidung.

Beziehung und HarmoniePartnerbeziehungen sind als solches sehr wichtige Meilensteine für die persönliche Entwicklung. Gerade die Spannung der Geschlechtlichkeit und speziell die leidvollen Beziehungsgeschichten sind hilfreich, wenn es darum geht, sich selbst zu erkennen.

Wenn ich jetzt, mit dieser Aussage, in dir Entrüstung oder Unverständnis ausgelöst habe, gehörst du wahrscheinlich zu denjenigen, die in einer Beziehung Harmonie als höchsten Wert anstreben oder das Ganze ist schon in eine Harmoniesucht ausgeartet. Schau da mal genauer hin, denn gerade harmonische Paarbeziehungen mit einem romantischen Grundbedürfnis, entpuppen sich sehr oft als besonders qualvoll. Übrigens, in der abhängigen „Ohnmacht“ ist immer der Partner, der mehr verliebt ist.

Eine wichtige Voraussetzung in deinem Erkenntnisprozess ist allerdings das Interesse an deiner individuellen Wahrheit.

Für diese Erkenntnisse sind Konflikte und Widerstände die notwendigen Schritte. Es geht dabei um eins:

  • Vollkommene Offenheit auf allen Ebenen,
  • total ehrliche Kommunikation
  • und die Bereitschaft zu „wachsen und sich zu entwickeln“.

Zusammengefasst bedeutet das:
Versuche nicht mich glücklich zu machen, sondern zeige mir, wer du wirklich bist, dann kann auch ich erkennen, wer ich wirklich bin.

Es ist deshalb nicht verkehrt, sich einmal über erste Grundsatzfragen klar zu werden:

  • Was bedeutet Partnerschaft für mich?
  • Welche Bedürfnisse sollen von meinem Partner befriedigt werden?
  • Wofür will ich geliebt werden?

 

Generell gilt es zu akzeptieren,

… dass Frau und Mann verschieden sind und auch das Erleben und Fühlen unterschiedlich abläuft.
dass auch dein Partner sein eigenes individuelles Drehbuch hat.
… dass Liebe und Freiheit zwei gleichberechtigte Grundbedürfnisse eines jeden Menschen sind.
… dass du genau weisst, welche Bedürfnisse du als Mann oder als Frau hast.

Das wichtigste ist aber, dass du sie nicht durch deinen Partner einfordern darfst, er dient dir nur zur Reflektion.

 

Stress im JobIch höre euch schon fragen: „Ja warum sollte ich dann überhaupt eine Partnerschaft anstreben, alleine geht es mir doch dann viel besser?“ Kann sein, es ist deine Entscheidung. Du wirst es merken, wenn du deine Selbsterkenntnisprozesse auf eine andere Bühne verlegst. Zum Beispiel auf den Job. Da reflektierst du dich dann mit deinen Kollegen oder dem Chef oder Chefin.

Du entgehst diesen Prozessen nicht. Deshalb ist es unabdingbar, dass du dich selbst erkennst, deine Wünsche selbst erfüllst, dadurch keine Abhängigkeiten eingehst und in deiner „Macht und Souveränität“ bleibst. Damit erlaubst du niemandem im aussen, dein ICH zu bestimmen und zu gestalten.

Also schreibe einen Wunschzettel mit deinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen.
Erfülle sie dir selbst und warte nicht darauf, dass es ein anderer tut.

 

Hier eine kleine Metapher:

Es sitzt ein Frosch am Brunnenrand. Er ist traurig …
Ein alter Mann kommt vorbei und fragt ihn, warum er traurig ist. „Mich liebt niemand und ich warte jetzt bis jemand vorbeikommt und mich lieb hat.“

Zuerst kommt ein junges Mädchen und er ist ganz aufgeregt. Aber sie bleibt nicht stehen, geht einfach weiter. Dann kommt ein Mann und auch er geht weiter.

Am Abend kommt der alte Mann noch einmal vorbei und fragt den Frosch, ob ihn denn nun jemand lieb hätte. Traurig antwortet er: „Nein, aber ich habe eine Idee.“ Er springt ganz aufgeregt in den Brunnen, taucht unter, kommt wieder hoch und sagt: „Ich liebe mich jetzt einfach selbst, denn sonst tut es ja niemand.“

Schreibe deinen individuellen Wunschzettel an dich, einlösen kannst ihn nur du selbst.
Gib dir den Wert und warte nicht immer bis Weihnachten ist. An Weihnachten kannst du dann allen erklären, wer du in Zukunft sein wirst. Das gibt bestimmt eine riesige Überraschung.

Auf ein spannendes „Jetzt-Drauflos“ wünscht

Ursula

PS: Willst du noch mehr zu Partnerbeziehung und Selbstentwicklung wissen?
Dann ist das aktuelle Buch von Ursula genau das Richtige! Trifft übrigens auch als Weihnachtsgeschenk mit Sicherheit den Nagel auf den Kopf.

Leseprobe

 

 

 

 

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Bildquellennachweis:

Weihnachten-Porträt der verärgerte nerdy Mann mit Elf Mütze – https://www.istockphoto.com/de/foto/weihnachten-portr%C3%A4t-der-ver%C3%A4rgerte-nerdy-mann-mit-elf-m%C3%BCtze-gm883731638-245774328 – von izusek  – https://www.istockphoto.com/de/portfolio/izusek?mediatype=photography&sort=best

Konzept gegen den Wettbewerb auf weißem Hintergrund – https://de.123rf.com/lizenzfreie-bilder/18915987.html?safe_search=off&sti=lrupm3qxt8gqtlfls4|&mediapopup=18915987 – von Robert Hyrons – https://de.123rf.com/profile_hyrons

 

 

 

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